Die Abessinierkatze

 

Man könnte dem Namen nach vermuten, das die Abessinier aus Abessinien, dem heutigen Äthiopien kommt.Allerdings liegen ihre Ursprünge im südostasiatischen Bereich. Diese kurzhaarige Rasse ist sehr alt. Sie wurde 1860 von der Ehefrau eines in Äthiopien stationierten englischen Soldaten nach Europa eingeführt. Als im Jahr 1868 in England eine wildfarben-getickte Katze namens Zulu mit bernsteinfarbenen Augen auftauchte, war man sehr erstaunt, denn noch nie zuvor hatte man eine Katze gesehen, bei der jedes Haar zebrastreifenartig in sich gefärbt war. Allerdings gibt es keinen Beweis dafür, das die heutigen Abessinier mit Zulu verwandt sind.

Dreimal war die Rasse vom Aussterben bedroht, während der zwei Weltkriegen und zwischen 1960 und 1970 aufgrund einer durch das Katzenleukosevirus verursachten Epedemie. Die moderne Abessinier ist als Rase weltweit verbreitet und beliebt. Durch selektive Zucht über Generationen wurden die an Gesicht, Hals, Schwanz, und Bauch vorhandenen natürlichen Streifen mehr und mehr reduziert. So dass die heute rassetypische Katze eine klare, glänzende Bänderung aufweist.

Die Abessinier ist eine anspruchvolle Katze und man braucht Geduld, Liebe und guten Willen, um ihr anfängliches Mißtrauen zu überwinden. Ist dies geschafft ist sie sehr anhänglich, an ihren Menschen gebunden und verehrt ihn mit Leib und Seele. Sie ist zärtlich, lebhaft, intelligent, neugierig und eine sympathische Gefährtin.

Das Fell ist leicht fit zu halten, einmal wöchentlich mit einer weichen Naturbürste durchbürsten ist ausreichend. Die Ohren sollten auch regelmäßig gereinigt werden.

Die Farben 

 

Wildfarbe (ruddy) 

Die Grundfarbe ist ein warmer Ton von Apricot bis Terracotta, das Ticking ist schwarz, ebenso auch Aalstrich und Sohlenstreifen. Die Farbe der Pfotenballen ist auch schwarz, der Nasenspiegel ziegelrot mit schwarzer Umrandung.

Blau (blue) 

Blau ist die verdünnte Form der Wildfarbe. Hier hat das Fell warmes Blaugrau mit dunklem stahlblau-grauem Ticking. Die Grundfarbe ist hell, beige, Creme. Die Pfotenballen sind blaugrau, der Nasenspiegel ziegelrot mit blaugrauer Umrandung.

Sorrel (red) 

Hier hat das Fell ein leuchtend warmes Kupferrot mit schokoladenbraunem Ticking. Die Grundfarbe ich ein dunkles Apricot. Pfotenballen und Nasenspiegel sind rosa. Sorrel ist nicht zu verwechseln mit dem genetischen Rot, bei sorrel handelt es sich um eine Farbe der Schwarzreihe (bl), welche sich rezessiv im Verhältnis zu Schwarz und Chocolate vererbt.

Fawn (beige-fawn)

Fawn ist die verdünnte Form von Sorrel. Das Haar hat ein stumpfes mattes Beige mit dunklem warmem Cremefarbenen Ticking. Die Grundfarbe ist ein helles creme. Pfotenballen und Nasenspiegel sind ebenfalls rosa.

Diese Farbschläge existieren auch in Silber, anstelle der normalen Grundfarbe tritt Reinweiss, die Tickingfarbe wie auch die Farbe der Pfotenballen und des Nasenspiegels entspricht den oben genannten Farben.

Nicht anerkannte Farben: lilac und chocolate

Mehr Infos zum Rassestandard gibt es hier


powered by Beepworld